Ohne klare Verfügung entscheiden andere über dein Leben.
Ein Unfall, eine Hirnblutung – und plötzlich kannst du nicht mehr mitreden. Dann müssen Angehörige und Ärzte unter Zeitdruck erraten, was du gewollt hättest. Und selbst wer eine Verfügung hat, ist oft nicht geschützt: Sätze wie «keine lebensverlängernden Massnahmen» sind im Ernstfall so vage, dass sie kaum jemandem helfen.
Ohne Verfügung gilt die gesetzliche Reihenfolge (Art. 378 ZGB): Partner, Kinder, Eltern oder Geschwister entscheiden – oft uneinig und unter Druck.
Ohne handschriftliches Datum und Unterschrift ist eine Verfügung für Ärztinnen und Ärzte nicht verbindlich.
Im Notfall wird oft gehandelt, bevor deine Verfügung überhaupt gefunden ist.
Wir machen deine Verfügung konkret – Situation für Situation, mit klaren Kriterien statt Floskeln.
✓ Inklusive Eröffnung eines elektronischen Patientendossiers (EPD)
Warum eine Vorlage oft nicht reicht: Rückmeldungen aus der Praxis, unter anderem von einem Neurochirurgen, zeigen: Vage Formulierungen wie «keine lebensverlängernden Massnahmen» helfen im Ernstfall oft nicht weiter, weil unklar bleibt, was genau gemeint ist. Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) empfiehlt deshalb, Wertvorstellungen, konkrete Situationen und Therapieziele einzeln zu durchdenken statt nur ein Formular anzukreuzen. Dieser Fragebogen führt dich durch dieselben Situationen und Abstufungen wie die offiziellen FMH- und SRK-Formulare – nur klarer geführt.
Zusammenfassung
Das nehmen wir mit ins Gespräch
Vorschau deiner Patientenverfügung
Den vollständig ausformulierten Text erstellen wir nach unserem Gespräch – geprüft und unterschriftsreif als PDF.
Wir prüfen deine Angaben im persönlichen Gespräch und erstellen daraus deine unterschriftsreife Verfügung als PDF.
Intern: Entwurf aus Referenzcode wiederherstellen
Dieser Fragebogen ersetzt keine rechtliche oder medizinische Beratung und ist keine automatisch erzeugte, rechtsgültige Patientenverfügung. Er bereitet unser Gespräch vor, in dem wir die Formulierungen gemeinsam festlegen und die Verfügung korrekt datiert und unterschrieben wird. Zur Einordnung: Eine reine Beratung zur Patientenverfügung kostet bei etablierten Anbietern in der Schweiz oft schon rund CHF 130 – bei uns ist die Beratung im Pauschalpreis inbegriffen.
NEU · MYCODEX
Deine Verfügung – immer am Finger.
Was nützt die beste Verfügung, wenn sie im Notfall niemand findet? Wir gravieren einen QR-Code in einen Ring. Ein Scan, und das Behandlungsteam sieht deinen Willen – sofort.
Du legst fest, welchen medizinischen Massnahmen du zustimmst und welchen nicht, für den Fall, dass du deinen Willen nicht mehr selbst äussern kannst. So wird sichergestellt, dass dein Wille auch dann respektiert wird.
Brauche ich trotz Vorsorgeauftrag noch eine Patientenverfügung?
Ja, das eine ersetzt das andere nicht. Der Vorsorgeauftrag regelt, wer für dich entscheidet, wenn du urteilsunfähig wirst. Die Patientenverfügung regelt, wie in medizinischen Situationen entschieden werden soll. Ausserdem gilt die Patientenverfügung bereits ab der Unterschrift, während ein Vorsorgeauftrag erst von der Erwachsenenschutzbehörde bestätigt werden muss.
Ist die Patientenverfügung für Ärztinnen und Ärzte verbindlich?
Ja, sofern sie handschriftlich datiert und unterschrieben ist und nicht gegen gesetzliche Vorschriften verstösst. Das ist seit der Reform des Erwachsenenschutzrechts ausdrücklich geregelt.
Ich bin jung und gesund – brauche ich das schon?
Schwere Krankheiten treffen jüngere Menschen seltener, aber ein Unfall kann jeden treffen und unerwartet zu einer schweren Hirnschädigung oder einem Koma führen. Deshalb ist eine Patientenverfügung unabhängig vom Alter sinnvoll.
Kann ich die Verfügung später ändern?
Jederzeit. Eine Aktualisierung wird alle zwei Jahre empfohlen, oder immer dann, wenn sich deine gesundheitliche Situation oder deine Ansichten ändern. Wichtig ist, Änderungen erneut zu datieren und zu unterschreiben.
Was ist ein elektronisches Patientendossier (EPD), und warum ist es inklusive?
Das EPD ist eine sichere, elektronische Ablage für deine Gesundheitsdokumente, auf die du selbst und von dir berechtigte Fachpersonen jederzeit zugreifen können. Im Notfall kann so dein Behandlungsteam deine Patientenverfügung auffinden, auch wenn das Papier gerade nicht griffbereit ist. Ich begleite die Eröffnung im selben Termin, damit du am Ende beides hast: das Dokument und den digitalen Zugriff darauf.
Wo sollte ich die Verfügung sonst noch hinterlegen?
Am besten dort, wo sie im Ernstfall schnell gefunden wird: eine Kopie bei deiner Vertretungsperson, eine bei deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt, und einen Hinweis mit Aufbewahrungsort im Portemonnaie.